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Oberhalb der Tür ist Germania dargestellt, die zu den dargebotenen Waffen greift. Ihr Gewand ist vom Reichsadler geschmückt. Von Weinreben bedeckt erkennen wir Vater Rhein, sein Haupt von Weinlaub umkränzt. In seinem Rücken spielen Kinder und gehen redliche Fischer und Handwerker ihrer Arbeit nach. Von einer Wolke aus droht Germania der antikisch gekleidete Napoleon I. In seinem Gefolge erkennen wir Marianne, die allegorische Figur für Frankreich. Sie schwingt die französische Trikolore und führt in ihrem Gefolge die Figuren für Hunger, Tod und - mit einer Geiselrute bewaffnet - Pest mit sich. Der Germania zur Hilfe sprengt Prinz Friedrich Karl von Preußen in Husarenuniform mit dem vorrangestreckten Marschallstab, begleite von Kavallerie und Infantrie. Auch der Arbeiter, gemeint ist hier die Rüstungsindustrie, greift zu seiner Waffe, dem Hammer.
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Unter dem Jubel verschiedener Vertreter des deutschen Heeres besiegeln der Kronprinz Friedrich von Preußen und der bayerische Feldherr General Hartmann durch Handschlag den Zusammenschluß der orddeutschen und süddeutschen Staaten. Unter einer erbeuteten französischen Trikolore erblickt man im Schatten das Profil des gestürzten Kaisers Napoleon III. Hinter dem preußischen Herold reichen sich der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin und der bayerische General von der Tann die Hände. Seine Linke verweist bereits auf die Reichsgründung. Im ausgeführten Mosaik wird die ausgestreckte Linke zurück-genommen und es erscheint auf Wunsch des Kaisers noch das Porträt des Generalfeldmarschalls von Manteuffel. Statt des Großherzogs erscheint nun der preußische General von Werder neben dem Bayern. Der Großherzog von Mecklenburg nimmt nun seine Stellung hinter dem Herold ein
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Auf dem Thron des Neuen Reiches steht eine Frauengestalt. Sie nimmt die Krone von einem bayerischen Gesandten entgegen. Sie verkörpert vor allem Germanina mit dem Reichswappen, aber auch Borussia, der die Krone nun zugesprochen wurde. Werner greift die Figuren aus seinem Gemälde "Die Kaiserproklamation" in diesem Fries wieder auf. Neben Bismarck stehen Generalfeldmarschall von Moltke, Generalfeld-marschall Graf von Roon, der Kronprinz Friedrich von Preußen, Prinz Friedrich Karl von Preußen und der sächsische Kronprinz. Auf der rechten Seite des Thrones bringt der Großherzog von Baden das Hoch auf die Reichs-gründung aus. Auf Drängen Wilhelm I. hatte Werner ihn auf diesem Thron nicht darstellen dürfen, so daß sich der Maler mit einer Germania und der Bezeichnung "LOCO IMPERATORIS" am Thronsockel behalf. Gemeint ist der allgemeine Ort, von dem die Reichs-herrschaft ausgeht. Wilhelms Einspruch folgte dem diplomatischen Taktgefühl gegenüber dem bayerischen König Ludwig II., der demonstrativ der Kaiser-proklamation in Versailles im Janunar 1871 ferngeblieben war.
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Um den Rundfries inhaltlich wie auch formal abzuschließen, wird der Mythos vom Kaiser Barbarossa im Kyffhäuser bemüht. Über seinem Haupt kreisen immer noch die Raben. Nach seinem fast tausendjährigen Schlaf erwacht er, da sein vergangenes Reich neugegründet wurde. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation, das der Staufer Friedrich II.(1100-1153) durch seinen fühen Tod in Italien verlor, ist nun durch Wilhelm I. - man nannte ihn gern wegen seines weißen Bartes Barbablanca - neuerstanden. Über Barbarossa stürmen die Gestalten der Länder Baden, Preußen und Würthemberg der Germania aus der Anfangsszene des Rundbildes zu Hilfe.
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